9Coaching Ausbildung die z B Fragen wie Wie kann im Sys tem Schule interveniert werden bevor es soweit kommt dass professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden muss in den Fokus nahm Zudem finden regelmäßige vom Kollegium vorbereitete Schulentwicklungsrunden statt die auf großes Interesse stoßen Die Autorinnen gehen in ihrem Artikel der Frage nach warum die Lehrkräfte ihrer Schule eine solch große Motivation mitbringen sich in ihrer Schule über den Unterricht hinaus zu engagieren Annette Kriegel vom Theodor Heuss Gymnasium in Waltrop veranschaulicht die Zusammenarbeit in der Schulentwick lungsgruppe in der bei einzelnen Themen auch Eltern und Schülervertreter innen miteinbezogen werden Diese brin gen durch ihre bedarfsorientierte Perspektive neue Aspekte ein die z B in der Überarbeitung des Ergänzungsstunden konzepts besonders hilfreich waren Drittes Kapitel Qualifizierung Individuelle Förde rung braucht Know how Claudia Wegmann vom Gymnasium St Cristophorus in Wer ne und Astrid Leithe von der Heinrich von Kleist Schule in Bochum berichten über ihre Erfahrungen mit der Qualifizie rung zu Lerncoaches über Konzepte Herangehensweisen und wie sich die eigene Gesprächs und Beratungshaltung durch die Arbeit im Lerncoaching verändert hat In ihrem Artikel beschreiben Jörg Augustin und Christina Mattern vom Goethe Gymnasium Dortmund und Daniel Nag ler und Nora Tepe vom Leibniz Gymnasium Dortmund ihre eigenen Qualifizierungserfahrungen die sie in eine Multipli katoren Schulung für Kolleginnen und Kollegen übertragen haben Die Autorinnen und Autoren stellen die Methoden und Übungen dar die sie im Rahmen einer eigens entwickel ten Schulung erprobt haben Dabei stellen sie insbesondere die Grundhaltung des Nicht Wissenden Coaches heraus die in den Schulungen zwar methodisch erprobt und erfah ren aber erst durch die praktische Tätigkeit in der Rolle des Lerncoaches eingeübt und reflektiert wird Viertes Kapitel Kooperation Konferenz und Aus tauschkultur gestalten Vera Mindt vom Haranni Gymnasium in Herne erläutert am Beispiel der Einführung des Lernzeitenkonzepts an ihrer Schule die Bedeutung der Kooperation aller Akteursgruppen als Basis für gelungene Schulentwicklungsprojekte Dabei geht die Autorin auf die Austausch und Kommunikations prozesse in den Entwicklungsphasen ein von der Planung bis zur Evaluation und betont die Bedeutung der gemein samen Entwicklungsarbeit für die Akzeptanz und Unterstüt zung des Projektvorhabens für alle Beteiligten Der Prozess zur Einführung einer freien Übungszeit in den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird von Heike Helgers vom Städti schen Gymnasium Straelen beschrieben Mit der Überschrift It s easier to travel in groups weist sie darauf hin dass Veränderungsprozesse unter Beteiligung und in Kooperation mit dem Kollegium der Schüler und Elternschaft gelingen können Dabei lässt sie Stolpersteine und Widerstände nicht unerwähnt und schildert wie Gremien und Konferenzen ge staltet wurden um alle Beteiligten ins Boot zu holen Dirk Backhausen und Dominik Kemper vom Gymnasium der Stadt Kerpen erläutern in ihrem Artikel wie die strukturel le Verankerung von Gremien und Mitwirkungsstrukturen in einem der größten Gymnasien in Nordrhein Westfalen eine Gelingensbedingung für Veränderungsprozesse darstellt Am Beispiel der Einführung des Lernzeitenkonzepts an ihrer Schule zeigen die Autoren ihre Meilensteinplanung und die zentralen Entwicklungsschritte auf dem Weg zur nachhalti gen Implementierung auf Fünftes Kapitel Evaluation Reflektieren und aus Erfahrungen lernen Herbert Griesmann vom Gymnasium am Neandertal in Erk rath stellt in seinem Artikel die umfangreichen und parti zipativen Evaluationsprozesse in seiner Schule vor Dabei nimmt er eine von der Schülervertretung durchgeführte Evaluation zum neuen Lernzeitenkonzept besonders in den Blick Diese Evaluation an der 120 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I teilnahmen wurde während der Ein führungs Erprobungsphase des neuen Lernzeitenkonzepts realisiert und sollte die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler einholen und auf mögliche Stolpersteine hinweisen Dass sich Evaluationen auch zu Stolpersteinen entwickeln können berichten Detlev Kaiser Gaby Liecker und Lisa Mül ler Prunsche vom Söderblom Gymnasium in Espelkamp An ihrer Schule wurde den Schülerinnen und Schüler direkt zu Beginn der Einführung der Lernzeiten die Möglichkeit ge boten Kommentare in einer Schatzkiste zu hinterlegen Diese entwickelte sich dann zu einer Art Meckerbox Auf grund dieser Erfahrung werden Evaluationen nun wesentlich umsichtiger geplant um konstruktive Rückmeldungen zu erhalten

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