83 Der Diagnose und Materialordner ALF in der Erprobungs stufe Für unseren insgesamt 230 Seiten starken Diagnose und Ma terialorder ALF in der Erprobungsstufe haben wir aktu elles Material zu den beiden oben genannten Bereichen zu sammengetragen und entwickelt Abb 1 nächste Seite das sowohl Sequenz als auch Stundenplanungen und sofort einsetzbares Material umfasst Eine erste kurze Evaluation unter den ALF unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen nach dem ersten Jahr ergab dass diese genau das an den Materialien schätzen was uns wichtig war eine unkompli zierte unaufwändige Einsetzbarkeit des Materials und das auf die für die Klasse typischen Probleme Aussuchen der Themen Dabei treffen Klassenleitung Fachlehrerinnen und Fachlehrer sowie vor allem die Schülerinnen und Schüler die Auswahl der Themen Für das nächste Schuljahr wenn also das Material einmal durch die Erprobungsstufe gelaufen ist ist eine ausführliche Evaluation in Planung aber auch hier zeichnet sich ab dass Eltern und Kinder zufrieden sind dass anstehende Probleme in Angriff genommen und Stärken gefördert werden Wenn das Modell Erfolg hat kann eine zielgenauere fachliche Diagnose in den Blick genommen werden sodass nicht pauschal eine ganze Klasse im Hin blick auf ein Phänomen diagnostiziert werden muss sondern gezielt die Schülerinnen und Schüler die mit dem Lernen noch Schwierigkeiten haben oder die in anderen Bereichen besondere Stärken haben in den Blick genommen werden Entwicklung eines Diagnoseinstrumentariums und Metho den und Materialpools Um weiterhin auftretende Stolpersteine zu Meilensteinen zu machen entschieden wir auf dem vorhandenen Konzept aufzubauen und neben der Jahrgangsstufe 5 auch die Jahr gangsstufe 6 zu berücksichtigen Das ist ein Rahmen der auch den Kolleginnen und Kollegen zumutbar ist denn das Fach ALF Arbeits und Lernformen gespeist aus dem Topf der Ergänzungsbänder wird bereits von den Klassenlehre rinnen und Klassenlehrern der Jahrgangsstufe 5 einstündig unterrichtet Aus diesem Grund sind auch personelle Res sourcen für das neue Methodenlernen gegeben da in der Jahrgangsstufe 6 eine Klassenleiterstunde vorgesehen ist die sich auch bisher schon mit Situationsmerkmalen von Schule befasst hat indem teils unsystematisch Probleme wie Ausgrenzung oder Lernschwierigkeiten besprochen wurden Für die Erstellung unseres Diagnoseinstrumentariums in klusive Methoden und Materialpool standen nun also zwei Prämissen im Raum einerseits die unkomplizierte praktikable Einsetzbarkeit sämtlicher Materialien durch die Kolleginnen und Kolle gen ohne zu aufwendige Einarbeitung bzw Erklärungs zeiten andererseits eine möglichst große Flexibilität in der An wendung der einzelnen Bausteine dass also nicht jede Klasse alle Bausteine bearbeiten muss sondern je nach Problem und Ausgangslage die Kolleginnen und Kollegen wählen können Das zieht selbstverständlich eine große Bandbreite des An gebots nach sich Eine Voraussetzung für solch ein offenes Ergebnis was die Anwendung und Umsetzung betrifft ist die konsequente und regelmäßige Kommunikation mit den Kol leginnen und Kollegen die wir auf den Lehrerkonferenzen über die einzelnen Prozesse und Arbeitsschritte informiert haben und die so in den Prozess mittelbar eingebunden waren Nach unseren Erfahrungen ist es zur Implementa tion neuer Projekte und Konzepte unabdingbar dass diese nach der Entwicklung und Fertigstellung nicht an einzelnen Personen hängen dürfen mit denen das Gelingen steht und fällt sondern dass jede Kollegin und jeder Kollege stets so informiert ist und die Materialien so selbsterklärend sind dass jede bzw jeder sie einsetzen kann

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