72 Die Evaluationen in der Oberstufe wurden vom Evaluations beauftragten des Söderblom Gymnasiums in Zusammenar beit mit der SEG vorbereitet vom Beauftragten ausgewertet und im Kollegium und in der Schulkonferenz kommuniziert Im Nachhinein lässt sich feststellen dass die Befürwor ter innen dieser erstmalig durchgeführten Lernzeiten zu eu phorisch und optimistisch und eventuell zu naiv das Projekt starteten denn die Evaluationen offenbarten zwar viele Positiva aber es entwickelte sich auch eine gewisse Eigen dynamik durch die die negativen Erfahrungen mit Lern zeiten in den Vordergrund rückten Gerade die negativen Kommentare aus der Schatzkiste dominierten zunehmend die Diskussionen um die Sinnhaftigkeit der Lernzeiten Es wurde deutlich dass sich hinsichtlich der Einführung von Lernzeiten nicht nur Bedenken sondern auch Widerstände im Kollegium und in der Schülerschaft manifestiert hatten die eine Einführung von Lernzeiten in der Oberstufe nicht mehr sinnvoll erscheinen ließen Der Plan mit Lernzeiten in der Oberstufe zu beginnen war somit gescheitert Aufgrund dieser Erkenntnis und des breiteren Konsenses für Lernzeiten in der Unterstufe entschieden die Schulgremi en Lernzeiten von unten beginnen zu lassen und konti nuierlich nach oben weiterzuentwickeln Die Lernzeiten in den Stufen 5 6 und 7 wurden aufgrund der gesammelten Erfahrungen wesentlich umsichtiger kommuniziert evalu iert und implementiert So wurde nach den Erfahrungen mit der ersten groß angelegten Evaluation in der Oberstufe z B auf Fragen die auf einen Vergleich zwischen den Lernzeiten und dem Regelunterricht abzielten verzichtet Verzichtet haben die für die Lernzeiten Verantwortlichen auch auf die anfangs eingesetzte Schatzkiste Fazit Nicht eine umfangreiche Evaluation in der es um alles oder nichts geht sondern konstruktives zielführendes und kleinschrittigeres Feedback sowie begleitende Elternaben de in den einzelnen Klassen fördern nach unserer Erfahrung die Akzeptanz der Lernzeiten erheblich Zeit die von der Schulleitung regelmäßig gewährt werden müssen denn das Erstellen gelungener Lernpläne ist ein aufwendiges Unterfangen Evaluationen können sich zu Stolpersteinen entwickeln Dies erlebten wir durch die Evaluation nach den Lernzeiten die wir probeweise in der EF und Q1 durchgeführt hatten Die Schülerinnen und Schüler hatten gleich ab Beginn der Lernzeiten die Möglichkeit freiwillige offene spontane anonyme und einsehbare Kommentare in einer geöffneten Schatzkiste mit einer Flaschenpost als Anstoß für persön liche Rückmeldungen s Abb 2 abzulegen Die Ergebnis se waren allerdings z T sprachlich und inhaltlich weniger qualifizierte persönliche Äußerungen die durch oftmals unangemessene Emotionalisierung nicht förderlich für eine sachliche Auseinandersetzung mit den gerade begonnenen Lernzeiten waren Die Schatzkiste mutierte zur Mecker box Wir mussten feststellen dass in dieser Phase des Pro jektes Evaluationen ungeeignet sind die einerseits zu sehr auf Emotionen abzielen oder andererseits das gesamte Pro jekt in Frage stellen einige der Fragestellungen der ersten Evaluationsrunde hoben dabei zu sehr auf ein Gelingen bzw Misslingen der Lernzeiten ab Abb 2 Flaschenpost in der Schatztruhe Originaltext in der Flaschenpost Liebe Schülerinnen und Schüler ich bin die Lernzeiten Flaschenpost Bitte befüllt meine Schatztruhe mit euren Rückmeldungen Ideen mit Kritik Anregungen etc zu den Lernzeiten Literaturtipp zu Evaluationen www kepi reutlingen de ablage LeitfadenSEV pdf 5 Evaluation

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