67 barten Zielen z B von Beschlüssen auf Schulkonferenzen und das Rechtfertigen dieser Beschlüsse gegenüber der Schülerschaft bedarf fundierter Evaluationen In der schu lischen Praxis zeigt sich dass die Motivation zur Beteiligung als Dimension der Partizipationskompetenz eine subjek tive personengebundene Komponente besitzt die im schu lischen Kontext besonderen institutionellen Bedingungen unterliegt Unser Schulentwicklungsvorhaben Lernzeiten am Gymnasi um am Neandertal Mit dem Schuljahr 2016 17 wurden neue Lernzeiten am Gymnasium am Neandertal als konsequente Fortsetzung der Schulentwicklung umgesetzt Eingeführt wurde ein Lern zeitenkonzept das den Umstieg auf ein 60 Minuten Raster beinhaltete Mit den Jahrgangsstufen 5 bis 9 ging es in die Umsetzung Im Schuljahr 2017 18 soll der schrittweise Aus bau in der Oberstufe fortgesetzt werden Das Stundenraster sieht vor dass alle Schülerinnen und Schü ler zweimal am Tag selbstständig in den sogenannten Lern zeitenbändern 1 und 4 Stunde individuell sowohl Fach als auch Lehrkraft frei wählen Zu zwei Dritteln der Zeit findet normaler Unterricht statt Im verbleibenden Drittel erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit mehr Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen und für ihren Arbeitsprozess einen eigenen Arbeitsrhythmus zu finden Berücksichtigt wird hierdurch die zunehmende He terogenität der Schülerschaft In fünfwöchigen Lernphasen bilden die Lernpläne den Kern der Lernarbeit Die Lernpläne sollen mit anspruchsvollen das selbstregulierte Lernen an regenden Aufgabenstellungen versehen sein Als Kommuni kationshilfe zwischen Schülerinnen und Schülern Lehrerin nen und Lehrern und den Eltern dient der Lernplaner Der Lernplaner hat folgende Funktionen Er unterstützt die Gestaltung des Schulalltags der Schü lerinnen und Schüler beinhaltet Regeln des Miteinanders ermöglicht die Kontrolle von Arbeitsaufträgen während der Lernzeiten legt die Aufgaben und den Ort der Aufsichten fest ermöglicht eine transparente Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkräften dient als Anwesenheitskontrolle u a auch in den Arbeits gemeinschaften oder dokumentiert die Teilnahme an Forderprojekten 5 1 Evaluation im Schulentwicklungsprozess von und durch Schülerinnen und Schüler Herbert Griesmann Gymnasium am Neandertal Erkrath Im Verlauf der Schulentwicklung des Gymnasiums am Nean dertal haben wir umfangreiche Erfahrungen mit Fremd und Selbstevaluationen machen können Im Rahmen der Schul entwicklung hin zu einem neuen Lernzeitenkonzept haben wir bewusst auf das Sammeln und Auswerten von Daten und Informationen aller am Schulleben Beteiligten gesetzt u a um schulische Entscheidungen vorzubereiten Durch die ge meinsame Diskussion von Handlungsalternativen und even tuell möglichen auch unbeabsichtigten Folgen konnten sensible Entscheidungspunkte und deren Tragweite für alle Beteiligten frühzeitig im Entwicklungsprozess erkannt wer den Diese Umsichtigkeit mit der qualitative und quantita tive Methoden zur Sammlung Auswertung und Bewertung von Daten durchgeführt wurden hat eine effektive und effiziente Gestaltung unserer konzeptionellen Arbeit beför dert Ein hoher Grad an Transparenz für alle am Entwick lungsprozess Beteiligten wurde möglich Die Partizipation der Schülerinnen und Schüler an der Ge staltung der Schulentwicklung hat am Gymnasium am Ne andertal eine lange Tradition Die Situation hat sich mit dem Übergang in den gebundenen Ganztag und nun mit der Entwicklung und Implementation eines neuen Lernzeiten konzepts nochmals verändert Wurden im Jahr 2009 beteili gungsorientierte Angebote an die Schülerschaft noch regel recht erprobt so hat sich deren Mitwirkung mittlerweile etabliert Sowohl die gewählten Schüler innen der Schü lervertretung als auch Schüler innen aus der Schülerschaft engagieren sich aktuell im Arbeitskreis Ganztag Lernzei ten unserer Schule Hier formulieren sie u a ihre Interes sen zeigen Sach und Fachkenntnisse zu pädagogischen und organisatorischen Fragen der Schulentwicklung oder initiie ren bildungspolitische Diskussionen zu aktuellen Handlungs feldern Die Schulleitung verspricht sich von einer derarti gen Partizipation ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein u a für die Qualitätsentwicklung und die Sicherung von Akzeptanz bei organisatorischen und pädagogischen Ent wicklungsprozessen Möglichkeiten der direkten Beteiligung werden u a auch durch die kontinuierliche Evaluation der Schulentwicklungsprozesse gesehen Bereits beim Einstieg in Veränderungsprozesse gehört die Klärung der aktuellen Schulsituation unter Berücksich tigung des bisher Geleisteten wie auch die Formulierung eigener Schwerpunktsetzungen durch die Schülerinnen und Schüler dazu Es geht um die Verdichtung von Beobachtun gen und die Erarbeitung und Auswertung von Gesprächen den Erhalt von Informationen und oder die Wahrung der Teilnahme an der Arbeit in neu gegründeten Arbeitsgruppen Das gewissenhafte Hinterfragen der Umsetzung von verein

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