6Erfolgreiche Bildungswege am Gymnasium verlaufen nicht einheitlich sondern individuell für jede Schülerin und jeden Schüler auch vor dem Hintergrund einer zunehmend hete rogenen Schülerschaft Die Lernkultur an den Gymnasien wandelt sich Um zu ermöglichen dass alle Kinder und Ju gendlichen ihr individuelles Potenzial ausschöpfen können kommt den Methoden und Strukturen individueller Förde rung eine hohe Bedeutung zu Nach zwei erfolgreichen Förderphasen wird mit dieser Veröffentlichung die letzte Publikation im Projekt Lern potenziale Individuell fördern im Gymnasium vorgelegt Seit 2011 verfolgte das vom Ministerium für Schule und Bil dung und der Stiftung Mercator geförderte Projekt das Ziel durch verankerte Konzepte individueller Förderung zu mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler zu gelangen Nun am Ende der zweiten Förderphase stehen die Gymnasien in Nordrhein Westfalen durch die Leitent scheidung für G 9 erneut vor wichtigen Entwicklungsprozes sen Die Frage wie alle Schülerinnen und Schüler bei der Entfaltung ihrer Potenziale bestmöglich unterstützt werden können ist unverändert aktuell und wichtig Den im Projekt Lernpotenziale beteiligten Schulen ist es gelungen eine gemeinsame Haltung und ein Grundverstän dnis individueller Förderung zu entwickeln das oft über die durchgeführten konkreten Projektvorhaben hinaus das schu lische Lernen und Zusammenleben verändert hat Der An satz der partizipativen Schulentwicklung wie er in dieser Publikation beschrieben wird gibt dabei wichtige Impulse für langfristige Veränderungsprozesse Seit 2011 wurde intensiv daran gearbeitet individuelle Förderung im Gymnasium weiterzuentwickeln und zu ver ankern Konkret bedeutet dies dass sich 137 Schulen auf den Weg gemacht haben innovative Konzepte individueller Förderung anzustoßen und umzusetzen Schulentwicklungs prozesse benötigen eine große Veränderungsbereitschaft der Beteiligten Zeit und fachliche Unterstützung Zentra ler Baustein des Projekts waren deshalb die schulischen Netzwerke Die regelmäßigen Netzwerktreffen waren Mei lensteine auf dem Weg zur systematischen Verankerung der Projektvorhaben Von Beginn an setzte das Projekt Lernpo tenziale auf die Kraft des Austausches und der gegenseitigen Beratung und Unterstützung und das mit großem Erfolg Die beteiligten Lehrkräfte und Schulleitungen machten bei re gelmäßigen Rückmeldungen deutlich welch eine wertvolle Chance sie darin sehen in einem fachlich begleiteten Rah men von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren Der Erfolg der Netzwerkarbeit ist unmittelbar mit den 15 Netzwerkmoderatorinnen und Netzwerkmoderatoren ver bunden Als Vermittler Berater und Prozessbegleiter standen sie den Schulen bei ihren partizipativen Entwicklungspro zessen zuverlässig zur Seite Die Kontinuität der Begleitung der vertrauensvolle und wertschätzende Umgang miteinan der und die große Expertise der Moderatorinnen und Mode ratoren zählen zu den Gelingensbedingungen der Netzwerk arbeit im Projekt Lernpotenziale Die Ergebnisse der Arbeit in den Schulen die Erfahrungen der Netzwerkarbeit und die Ergebnisse der Umfrage zum schulischen Wohlbefinden unter rund 3500 Schülerinnen und Schülern der Lernpotenziale Schulen sind in den Projektver öffentlichungen anschaulich dargestellt So individuell und vielfältig wie die Schulen selbst waren auch die gewählten Arbeitsvorhaben und Entwicklungsschwerpunkte Die zum Projektende erstellten schulischen Steckbriefe haben dies deutlich gezeigt Ob Lerncoaching Lernzeitenkonzept oder Diagnoseinstrumente die schulischen Vorhaben sind viel seitig und auf die Bedingungen und Herausforderungen der Schule zugeschnitten Damit sind passgenaue Konzepte zur individuellen Förderung entstanden Am Ende der Laufzeit erfolgreicher Projekte stehen oft zwei Fragen im Blickpunkt Wie können die Schulen auch jenseits der Projektbedingungen weiter von der erfolgreichen Arbeit profitieren Und wie können gute Ergebnisse auch für andere Interessierte nutzbar gemacht werden In einem gemeinsamen Transferprozess der Projekte Lern potenziale und Ganz In Mit Ganztag mehr Zukunft liegt der Fokus auf der Identifikation des Wissens und der Erfah rungen der erfolgreichen Projekte Der Transferprozess wird durch ein Team der Qualitäts und Unterstützungsagentur Landesinstitut für Schule QUA LiS begleitet und gestal tet Dort wurde eine Fachkommission eingerichtet die die entstandenen Materialien auswertet und nutzbar macht So ist sichergestellt dass erprobte Konzepte und Materialien in die Unterstützungsstrukturen des Landes eingehen Die Netzwerkmoderatorinnen und Netzwerkmoderatoren und das Projektteam werden diese Prozesse über das Projekten de hinaus noch im Schuljahr 2017 2018 begleiten Derzeit findet eine Hospitationsreihe statt die den Austausch über die im Projektzeitraum geleistete Entwicklungsarbeit beför dert und es ermöglicht ganz konkret voneinander zu lernen Zum Ende des Projekts möchten wir Danke sagen Der Erfolg des Projekts Lernpotenziale wäre nicht möglich gewesen ohne die intensive und engagierte Mitarbeit vieler Betei ligter Das Projektteam bei der Serviceagentur Ganztägig lernen NRW mit der Geschäftsstelle beim Institut für sozi ale Arbeit e V in Münster ist hier besonders hervorzuheben Durch die fachliche Kompetenz und die engagierte Beglei tung der Netzwerke ist es gelungen mit den teilnehmenden Schulen individuelle Konzepte zu entwickeln und Schulent wicklung nachhaltig zu gestalten Vorwort

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