58 sich die Bedenken der Kolleginnen und Kollegen vor allem auf eine Fragestellung Wie sollte es neben dem normalen Schulalltag zeitlich geschafft werden ausreichend schüler gerechtes ansprechendes Übungsmaterial für die verschie denen Fächer Deutsch Mathematik Englisch Erdkunde Geschichte Kunst Naturwissenschaften Latein Franzö sisch zu erstellen Eine Antwort hierauf bestand darin dass im sich anschließenden Schuljahr ebenfalls zwei pädagogi sche Tage teilweise dafür genutzt wurden Somit konnte zu mindest etwas Systemarbeitszeit genutzt werden Kooperation mit Schülerschaft und Elternschaft Nach dem sehr knappen Placet der Lehrerkonferenz galt es nun auch die Schulkonferenz für die Einführung von FÜZ Stunden zu gewinnen Für die Teilnehmerinnen und Teilneh mer wurde nicht nur eine Tischvorlage sowie eine mündli che Information vorbereitet sondern auch exemplarisches aber situationsspezifisches Freiarbeitsmaterial Alle Konfe renzteilnehmerinnen und teilnehmer waren aufgefordert mit ihrem Tischnachbarn in Partnerarbeit zwei verschiedene Aufgaben zu lösen sen sich mit diesem Thema am nächsten pädagogischen Tag auseinanderzusetzen Hier sollte eine mehrheitliche Ent scheidung für oder gegen das Projekt gefunden werden Fast gleichzeitig fand in Krefeld eine erste Infoveranstal tung zum Projekt Lernpotenziale Individuell fördern im Gymnasium statt sodass wir zusätzlich motiviert wurden unsere Idee im Rahmen der Projektteilnahme zu verfolgen Da uns bewusst war dass der pädagogische Tag für die Durchführung unseres Projektes von großer Bedeutung sein würde erfolgte die Planung des Tages mit großer Sorgfalt viel Liebe zum Detail und einem Eingangsplädoyer zur ge danklichen Offenheit 12 Unser damaliger stellvertretender Schulleiter leistete mit einem Erfahrungsbericht seines ehemaligen Gymnasiums ein en unterstützenden Beitrag und eine weitere Gastreferent in stellte positive Resultate eines weiteren Freiarbeitskon zeptes dar In der anschließenden Arbeitsphase waren alle Kolleginnen und Kollegen dazu aufgefordert sich in Klein gruppen an sechs verschiedenen Stationen mit unterschied lichen Aspekten des Konzeptes einerseits aber auch mit der landespolitischen Forderung nach individueller För derung andererseits auseinanderzusetzen und ein Für und Wider zu diskutieren Die Kleingruppen wurden nach dem Zufallsprinzip gebildet um eventuell vorhandene Boykott koalitionen aufzubrechen Themen der Stationen waren Sanfter Übergang Individuelle Förderung Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der Zukunft Rolle der Lehrkraft im Lernprozess Lern bzw Erfolgskontrolle Freiarbeit fachgebunden fächerübergreifend Am Ende dieses pädagogischen Tages der aufgrund der Wei chenstellung den entscheidendsten Meilenstein darstellte erfolgte eine Reflexion und Aussprache im Plenum in der es offen gestanden heftig und diskursiv zuging Mit nur sehr knapper Mehrheit wurde letztendlich bei der Abstimmung das Placet zur Einführung von Freiarbeitsstunden gegeben In einer sich anschließenden Runde erfolgte die Namensge bung des Projektes und damit auch eine weitere inhaltliche Schärfung Da der Schwerpunkt der neu einzurichtenden Un terrichtszeit auf dem Üben von Fertigkeiten und der Bewusst seinsschaffung der Eigenverantwortung des Lernens liegen sollte wurde der Begriff Freie ÜbungsZeit gefunden In dieser frühen Phase des Projektes dies wurde in der Abschlussdiskussion deutlich verbalisiert fokussierten 12 Auf den Tischen der verschiedenen Arbeits und Diskussionsgruppen lagen soft items z B Nüsse mit Nussknacker schließlich galt es eine harte Nuss zu knacken verkehrt herum gestellte Schilder im Winkel geschriebene Begriffe Einladung zum Quer und um die Ecke Denken Abb 1 Trimino 4 Kooperation

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