49 fache Möglichkeit Skalierungen im Lerncoachingprozess und zur Themenfindung einzusetzen Zugleich gelang uns so ein fließender Übergang zum Thema Motivationspsychologie welches wir zunächst theoretisch kurz umrissen bevor wir in einem weiteren größeren Block von den Teilnehmenden ein Mottoziel zu einem Thema ihrer Wahl erarbeiten ließen Wir hatten selbst bei unserer Qualifizierung die Erfahrung gemacht dass sich die Wirkung des Lerncoachings am bes ten nachvollziehen lässt wenn man die Methoden an einem echten Thema ausprobiert und dabei selbst die Rolle des Schülers oder der Schülerin Coachee übernimmt der oder die gecoacht wird Von Rollenspielen im Sinne von nachgestellten Situationen haben wir daher auch auf der Multiplikatorenschulung abgesehen Die Methode des Mottoziels umfasst verschiedene Methoden die auch einzeln im Lerncoachingprozess eingesetzt werden können z B der Ideenkorb die Arbeit mit Bildkarteien die Überprüfung der Affektbilanz und die Theorie des Rubikon Modells Verknüpft wurde das entwickelte Mottoziel an schließend mit weiteren ressourcenaktivierenden Markern die insgesamt ein starkes motivierendes Netzwerk für den Coachee bilden sollen Somit konnten wir den Teilnehmen den Methoden an die Hand geben die wir selbst im Laufe unserer ersten Jahre als Lerncoaches als besonders wichtig und hilfreich empfunden haben Besonders im Umgang mit Schülerinnen und Schülern die unter Motivationsschwäche oder Prüfungsangst leiden haben die erwähnten Methoden den Coachee schon oft auf dem Weg zur Lösungsfindung unterstützt Um den Themenblock abzuschließen entwickelten wir mit den Teilnehmenden konkrete Wenn Dann Pläne die dem Coachee in Situationen in denen er Gefahr läuft in das alte unerwünschte Verhalten zu verfallen vorbereitete Hand lungsalternativen anbietet Das Methodenrepertoire der Coaches das an diesem ersten Tag erstellt wurde erweiter ten wir abschließend durch das Vorstellen analoger Metho den die sowohl zur Eröffnung eines Lerncoaching Gesprächs in Form eines Heart Openers als auch zur Arbeit am Thema auf metaphorischer Ebene genutzt werden können Für uns als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stellte sich damit die Herausforderung das über mindestens zwei Jahre erworbene Wissen und Know how extrem zu bündeln mit eigenen Erfahrungen zu unterfüttern und auf mög lichst praktische Art den Teilnehmenden des Workshops zu vermitteln Wir entschieden uns für eine Gliederung die dem Aufbau un serer eigenen Fortbildung folgte die Inhalte der einzelnen Themenblöcke jedoch stark kürzte gleichzeitig aber auch Raum ließ Inhalte und Erfahrungen die wir uns im Lau fe unserer Arbeit als Coaches aneigneten mit einzubauen Es war das Ziel die Multiplikatorenfortbildung als eine Art Crash Kurs durchzuführen um einen zeitnahen Einsatz der neuen Lerncoaches zu ermöglichen Dies konnte unse res Erachtens nur gelingen wenn wir die Kolleginnen und Kollegen für diese Art der Beratung begeistern und von der Effizienz und Effektivität diverser Methoden überzeugen würden Somit sollten schon im Vorfeld Hemmungen bezüg lich jener vielleicht ungewohnten Art der Schülerberatung abgebaut werden Um dies erreichen zu können wurden unterschiedliche Themenblöcke Motivation Prüfungsangst u a nach dem gleichen Muster behandelt Auf kurze the oretische Rahmungen folgte die Erarbeitung Durchführung und Reflexion zentraler Lerncoachingmethoden Ein Erfah rungsaustausch auch zwischen erfahrenen Lerncoaches und Neulingen rundete die Themenblöcke ab Die Grundhaltung des Nicht Wissenden Coaches Ging es auch zentral um die Vermittlung verschiedener Coa ching Tools waren wir uns einig dass Übungen in offener Gesprächsführung zur Verdeutlichung der Grundhaltung ei nes nicht wissenden Coaches die Basis aller weiteren Me thoden bilden sollten sodass wir ein besonderes Augenmerk darauf legten diese zu vermitteln und von Anfang an auch praktisch zu üben Nach einem kurzen theoretischen Input folgte daher schnell eine praktische Übung in der die Wir kung von Pacing empathischem Mitgehen aktivem Zuhö ren und bewussten Gesprächspausen erprobt wurde Ein kur zes Experiment in dem verschiedene Fragen zur Motiva tion der Teilnehmenden gestellt wurden zu denen sie sich im Raum positionieren mussten zeigte im Anschluss die ein

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