46 gearbeitet Inhaltliche Schwerpunkte der Netzwerkarbeit waren der Erfahrungsaustausch mit anderen Gymnasien die kontinuierliche Arbeit mit Blick auf die systemische Veran kerung des Projektes im System Schule5 sowie die theoreti sche und praktische Erweiterung der Coachingkompetenz Der Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen ist sehr be reichernd Es werden auf der einen Seite zum Beispiel konkrete Materialien wie Eltern Schüler inneninforma tionsschreiben Coachingmaterialien und hilfreiche Lite raturtipps ausgetauscht Auf der anderen Seite teilen die Kolleginnen und Kollegen Erfahrungen bezüglich der Orga nisation des Lerncoachings im System Schule miteinander z B Verankerung im Stundenplan Entlastungsstunden für die Coaches Akzeptanz der Coachingarbeit im Kollegium Oft können alle Beteiligten sehr von den Erfahrungen der anderen Schulen profitieren und sowohl als ideengebende Person fungieren als auch die guten Ideen der Anderen für das eigene Projekt übernehmen Die Netzwerkarbeit im Hinblick auf die systemische Veran kerung des schuleigenen Projekts unterstützt insofern als der Prozess der Arbeit nicht aus dem Blick gerät Von Bedeu tung sind in diesem Zusammenhang Fragen wie Welche Ziele setzen wir uns mit dem Projekt Wann wollen wir unsere Ziele erreicht haben Wer kann uns unterstützen Wie wollen wir evaluieren Für die theoretische und praktische Erweiterung der Coa chingkompetenz wurden innerhalb des Lernpotenziale Netz werks Referenten und Referentinnen eingeladen Neben den bekannten Bausteinen der Gesprächsführung6 wur den Methoden vorgestellt und erprobt die schon eine gewisse Erfahrung mit Coaching voraussetzen Beispielswei se erprobten wir mit Hilfe des Referenten Olaf Albert7 Me thoden der Hypnotherapie Hierzu gehört z B die Arbeit mit Ressourcenankern das Externalisieren oder die Arbeit mit der Wunder Frage Um von der Theorie zur Praxis zu gelangen haben wir im Netzwerk die Methoden in sogenannter Triadenarbeit ge übt Hierbei arbeiten drei Teilnehmende zusammen wobei eine Person der Coach ist die nächste die Funktion des Coa chees und eine dritte Person die Rolle des Beobachtenden einnimmt Die Situationen oder Problemfälle die in der Tri ade bearbeitet werden sind immer reale Problemsituatio nen mit denen sich die Person in der Rolle des Coachees auseinandersetzt Simulationen die Probleme von Schüle rinnen und Schülern in den Mittelpunkt stellen und nach ahmen sind hier wegen der fehlenden Authentizität nicht sinnvoll die Prinzipien und Arbeitsweisen des Lerncoachings führte theoretisch ein und gab Gelegenheit die Theorie in pra xisnahen Aufgaben zu üben Damit blieben die Inhalte der Fortbildung nicht reine Theorie sondern es wurden selbst wertvolle Erfahrungen als Coach und Coachee gemacht Themen der Fortbildung waren unter anderem Grundlagenarbeit Z B Begriffsbestimmung des Lern coachings unterschiedliche Beratungskonzepte theore tische Grundlagen zu Selbstwirksamkeit und Motivation der Rubikon Prozess Züricher Ressourcen Modell Materialien Vorstellen und Erproben von unterschiedli chen digitalen und analogen Materialien Gesprächsführung Erarbeiten und Üben von unterschied lichen Fragetechniken und Möglichkeiten der Gesprächs führung Aufbau eines Coachingprozesses Elternarbeit Gesprächsführung Gestaltung eines Eltern abends Konzeptarbeit Unterstützung bei der Entwicklung schul interner Konzepte zur Implementation des Lerncoachings z B Überzeugungsarbeit für die Gremien der Schule Raumgestaltung Materialbeschaffung Organisation Reflexionsmöglichkeiten abschließende Reflexion mit den Coachees kollegiales Fallcoaching als Möglichkeit der Bearbeitung herausfordernder Coachingsituationen Durch die praxisnahe Gestaltung der Fortbildungstage und die intensiven Übungsphasen konnten wir parallel zur Fort bildung von Beginn an als Coaches tätig werden und das neu Gelernte in der Begleitung von Coachees in die Tat umset zen Die hier gesammelten Erfahrungen waren dann nicht nur Thema der kollegialen Gespräche unter den Coaches sondern auch Arbeitsgegenstand der nächsten Fortbil dungsmodule in denen wir unter professioneller Anleitung reflektierten und so schrittweise mehr Beratungskompetenz erreichten Da das Gymnasium St Christophorus in Werne eine Schule in kirchlicher Trägerschaft ist konnte die Fortbildung mit der Unterstützung der Schulstiftung des Bistums Münster finan ziert werden Diese übernahm einen großen Anteil an den Kosten für die Referentin und das Material Die Kolleginnen und Kollegen der Heinrich von Kleist Schule in Bochum ha ben ihren Teilnahmebeitrag aus dem schuleigenen Fortbil dungstopf bestritten Eine weitere Qualifizierungsmaßnah me zur Erweiterung der bestehenden Lerncoachingteams beider Schulen ist aufgrund der positiven Erfahrungen be reits für 2018 geplant Netzwerk Lernpotenziale Ein weiteres Element der Qualifizierung bildet die Netz werkarbeit Im Projekt Lernpotenziale haben wir gemein sam mit anderen Gymnasien im Netzwerk zwei Jahre lang an der Realisierung und Implementierung unseres Projektes 3 Qualifizierung

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